Ich glaube nicht, dass Blogs aus der Mode sind.
Schon gefühlte Jahrzehnte ist es her, dass Blogs in Mode waren. Für mich sind sie es immer noch: Seit Google angefangen hatte, das Internet mit seinen Suchalgorithmen kaputt zu machen (Stichwort SEO als Beruf(!)), hatten es Blogs immer schwerer. Gefühlt hatte ich bei der Google Suche die ersten x-Suchergebnisseiten übersprungen, um die kleinen, nischigen Blogs zu finden. Die, die Qualität über Suchmaschinenoptimierung stellten, mich zum nachdenken anregen, mich auf etwas stoßen, dass ich noch nicht gedacht habe oder hatte. Die, die sich der Wahrheit verpflichtet sahen und sehen, die, die ihr Wissen, ihre Gedanken, Ideen und Anregungen zum Wohle aller zur Verfügung stellten und stellen. Blogs, die ich schon Jahre nicht mehr bei Google suche, aber bis vor kurzem bei DuckDuckGo fand (aktuell bin ich auf der Suche nach einem brauchbaren Ersatz.), und schon länger bei Mastodon entdecke. Kurzum, auch in Zeiten von LLMs (KI/ML eierlegende Wollmilchsäue)ja werden Blogs bestimmt eine Rolle spielen. Weiterhin als Nische wie seit vielen Jahren nach dem großen Hype, aber immer weiter. So glaube ich mit meinen sechzig Jahren doch noch einmal in die Welt hinauszublasen, was mein Hirn an brauch- und unbrauchbarem angesammelt hat. Wenn es gefällt, freue ich mich, dann war es nicht völlig umsonst. Wenn nicht, macht es auch nichts. Denn etwas ist gewiß: seit dem das Internet besteht, wird neben den oben genannten qualitativ hochwertigen Inhalten auch viel nicht wichtiges bis überflüssiges in die weite Welt geblasen. Ich hoffe, dass ich nicht zu letzteren geselle. Wenn nicht, hoffe ich wenigstens auf die Selbsterkenntnis, dass ich das selbst erkenne und das Bloggen lassen werde. Denn noch mehr Datenmüll zu produzieren ist nicht in die Idee diesen Blogs.